Keizersbolwerk

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Keisersbolwerk
Keisersbolwerk
Das Keizersbolwerk liegt in Vlissingen neben dem Lotsenhafen und ist eine Festungselement aus dem Jahr 1548. Das Bollwerk wurde wie Fort Rammekens von Maria von Ungarn beauftragt, die hier als Statthalterinn von Kaiser Karl V. handelte. Es sollte den Hafen der Stadt Vlissingen schützen. Auch hier war, wie in Fort Rammekens, der italienische Ingenieur Donato de Boni di Pellezuoli mit dem Entwurf beauftragt.

Das Bollwerk wurde auch als Waterpoort bezeichnet und ist das letzte noch erhaltene Stadttor in Vlissingen.

In der napoleonischen Zeit erhielt es seine heutige Form. Im Inneren sind 13 Kasematten , die 1811 fertiggestellt wurden. Seit 1891 steht oben auf dem Bollwerk ein kleiner Leuchtturm und im Jahre 1894 wurde ein Standbild des Seehelden Michel de Ruyter aufgestellt.

Fundament Torpedobunker
Fundament Torpedobunker
Während des 2. Weltkrieges wurden in den Kasematten Torpedos gelagert. Diese dienten zur Versorgungen eines Torpedobunkers, der in der Verlängerung des Weges durch das Keisersbolwerk noch heute als Fundament zu sehen ist. Über die Zeebefestigung Roeiershoofd führten damals Gleise von den Kasematten zum Torpedobunker. Dieser wurde während der Landung der Alliierten in Vlissingen am 1. November 1944 zerstört.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit der Errichtung des Boulevards eine Straße über das Bollwerk geführt. Heute werden einige der Kasematten noch für den belgischen und niederländischen Lotsendienst als Lagerräume genutzt.