Westbeer

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Vlissingen Westbeer
Vlissingen Westbeer
Im Bereich des heutigen Boulevards wurde 1810 das Weststbeer von Napoleon errichtet, um die Festung Vlissingen nach der Bombadierung Vlissingens durch die Engländer zu erweitern und verstärken.

Dieses Bauwerk wird auch Bär (nl. beer) oder Batardeau genannt und soll verhindern, dass bei Ebbe die Festungsgräben bei Niedrigwesser leerlaufen. Ein Batardeau liegt immer im rechten Winkel zum Festungsgraben und ist zugleich festungstechnisch die Verbindung von Kurtine zur Kontereskarpe.

Um das Überqueren des Wassergrabens an dieser Stelle zu verhindern, war die Oberseite als sogenannter Eselsrücken spitz zulaufend aus glatten Steinen gemauert. In der Mitte befindet sich ein Kegel auf dem Festungswerk, der Monnink genannt wird und ebenfalls das Überqueren erschweren soll.

Kanonen oberhalb Westbeer
Kanonen oberhalb Westbeer
Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurden die alten Festungsgänge im Umfeld des Westbeer durch die Niederlande auf Ihre Nutzung als Schutzkeller untersucht und ausgebaut.

Im Rahmen des Ausbaus des Atlantikwalls an der Küste Walcherens wurde ein Teil des Westbeer dann abgerissen, damit hier 1943 ein Bunker gebaut werden konnte.

Heute stehen auf dem Boulevard oberhalb des Westbeer 3 alte Kanonen.