Oostbeer Vlissingen

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Vlissingen Oostbeer
Vlissingen Oostbeer Grabenseite
Nach der Bombadierung Vlissingens durch die Engländer im Jahr 1809, bei der die Stadt stark beschädigt wurde, ließ Napoleon die Festung Vlissingen grundlegend modernisieren und erweitern.

Im Bereich des heutigen Hafens wurde 1810 das Oostbeer errichtet. Es sollte verhindern, dass bei Ebbe die Festungsgräben im Osten der Stadt bei Niedrigwesser leerlaufen.

Dieses Bauwerk wird auch Bär (nl. beer) oder Batardeau genannt. Ein Batardeau liegt immer im rechten Winkel zum Festungsgraben und ist zugleich festungstechnisch die Verbindung von Kurtine zur Kontereskarpe.

Vlissingen Oostbeer
Vlissingen Oostbeer Meeresseite
Der Oostbeer enthält im inneren einen Verteidigungsgang mit Schießscharten. Aus diesen konnte der Festungsgraben unter Feuer genommen werden.

Um das Überqueren des Wassergrabens an dieser Stelle zu verhindern, war die Oberseite als sogenannter Eselsrücken spitz zulaufend aus glatten Steinen gemauert. In der Mitte befindet sich ein Kegel auf dem Festungswerk, der Monnink genannt wird und ebenfalls das Überqueren erschweren soll.

nach der napoleonischen Zeit diente das Oostbeer als Unterbau für eine Fußgängerbrücke und hierfür wurde der Monnink abgerissen. Bis 1975 war das Oostbeer dann Bestandteil des Küstenschutzes. Nach einer Prüfung auf die Restaurierungsmöglichkeiten hin, wurde das Oostbeer dann 1980 unter Denkmalschutzgestellt und es die Restaurierung wurde 1994 beendet.